Community
Sprache auswählen
Tour hierher planen Tour kopieren
Mountainbike empfohlene Tour

Herkulesweg: Nordhessen von Waldeck nach Witzenhausen

Mountainbike · Waldecker Land
Profilbild von Dirk Neubauer
Verantwortlich für diesen Inhalt
Dirk Neubauer 
  • Wegweiser im Steinbachtal (Mai 2016)
    / Wegweiser im Steinbachtal (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Weg nahe des Eulenkopfes (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Weg nahe des Bubenkreuzes (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Elbener Pfad (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Weg nahe der Kohlhagenwiese (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Kirche in Bad Emstal (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Blick von der Altenburg (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Pfad am Kaulenberg (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Hohes Gras (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Herkules (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Blick auf Kassel (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Blick auf Kassel (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Blick zum Herkules (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Aquädukt im Schlosspark Wilhelmshöhe (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Blick zum Herkules (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Kasseler Rathaus (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Kasseler Karlsaue (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Orangerie in Kassel (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Fulda in Kassel (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Blick zur Orangerie (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Fulda in Kassel (Juni 2019)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Wegweiser in der Niesteaue (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Niestetal (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Pfad nahe Sensenstein (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Wegweiser an der Königs-Alm (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Königs-Alm (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Wegweiser im Niestetal (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Pfad nahe des Bilsteins (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Pfad nahe des Bilsteins (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Bilsteinturm (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Blick vom Bilstein (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Pfad nahe des Bilsteins (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Pfad nahe des Bilsteins (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
  • / Rathaus in Witzenhausen (Mai 2016)
    Foto: Dirk Neubauer, Community
m 700 600 500 400 300 200 100 80 60 40 20 km
Mit dem Rad auf den Spuren von Jakobspilgern und über alte Handelswege von Meckenheim bis an die Ostsee.
schwer
Strecke 91,3 km
9:15 h
1.562 hm
1.779 hm
Wir folgen dem Herkulesweg, einem nordhessisch-thüringischen Wanderweg, auf dem Weg durch die dichten Waldgebiete des Habichtswald zum Herkulesdenkmal und hinab nach Kassel. Danach durchqueren wir die dichten Waldgebiete des Kaufunger Waldes bis an die Werra.

Autorentipp

Bubenkreuz, Naumburg (historische Stätten), Naturpark Habichtswald, Schloss Elberberg, Bad Emstal, Wallanlage Altenburg, Hohes Gras, Herkules, Bad Wilhelmshöhe (Schloss, Park, Löwenburg), Kassel (Goetheanlagen, Friedrichsplatz, Karlskirche, documenta-Halle, Karlsaue, Friedrichspark, Staatspark, Fulda), Bodendenkmal Burg Sensenstein, Niestetal, Königsalm, Bilstein, Werratal.

Es gibt unterwegs Versorgungsmöglichkeiten in Waldeck, Naumburg, Bad Emstal, am Hohen Gras, in Kassel, in der Königs-Alm, auf dem Bilstein und in Witzenhausen.

In Witzenhausen gibt es Hotels und Pensionen zum Übernachten.

Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Bilstein, 641 m
Tiefster Punkt
Witzenhausen (Werra), 132 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Der Weg ist auf etwa 35 km befestigt. Die restlichen 55 km sind unbefestigte Wald, Ufer- und Feldwege bzw. Pfade, teilweise sehr matschig und zerfahren. Manche Abfahrten sind heftig und es ist nicht peinlich, sein Rad auch einmal bergab zu schieben.

Die Abfahrt vom Herkules nach Kassel ist lang und mitunter steil, besonders bei schönem Wetter ist im Park mit vielen Fußgängern zu rechnen, also Vorsicht.

Start

Waldeck, Marienkirche (361 m)
Koordinaten:
DD
51.204715, 9.064708
GMS
51°12'17.0"N 9°03'52.9"E
UTM
32U 504520 5672592
w3w 
///drücken.benutzung.trifft

Ziel

Witzenhausen, Marktplatz

Wegbeschreibung

Ich rolle mit der Durchgangsstraße in Waldeck hinab. Die Straße führt mich zügig aus dem Ort heraus. Zügig rolle ich auf der Straße bergab, bis ich nahe des ehemaligen Bahnhofs Waldeck-Ost den Ederseebahn-Radweg quere und die B 485 erreiche. Diese quere ich aber nur und rolle die Zufahrt zur Kläranlage an der Netze hinab. Hier am Waldrand stehe ich laut Wegweiser auf 257 m Höhe im Steinbachtal. Der nächste Ort ist Naumburg in knapp 10 km Entfernung.

Der Weg führt jetzt leicht aufwärts auf einem guten Waldweg immer nahe des Steinbachs entlang um den Steinbachskopf herum. Nach einer Weile erreiche ich einen quer verlaufenden anderen guten Waldweg. Es sind wirklich keine breiten Forstwege hier im Wald, aber diese zweispurigen Waldwege lassen sich trotzdem gut an. Dummerweise weisen die weißen Kreuze an den Bäumen nun weder nach links oder rechts, sondern direkt geradeaus in den dichten Wald. Eine Spur führt hier direkt ins feuchte Gras. Es schließt sich eine Schiebestrecke durch nasses Gras, Unterholz und sonstiges Gebüsch an.

Irgendwann erreiche ich dann wieder einen besseren Waldweg, habe die Markierung aus den Augen verloren, wende mich linkerhand und bekomme sogleich wieder weiße Kreuze zu sehen. Der Weg führt um den Eulenkopf herum zu einer kleineren Straße, rechterhand ergibt sich offenes Gelände. Hier habe ich 370 m Höhe erreicht. Ich quere die Straße aber nur und folge einem guten Forstweg am Waldrand entlang. Letztlich führt dieser jedoch auch wieder in den Wald. Und hier finde ich eine Gabelung vor, wende mich auf den rechten Ast.

Laut Routenplanung soll ich den Weg gleich wieder verlassen und sehe auch die Kreuze, die mich auf eine Schneise locken. Diese ist jedoch völlig verwachsen und ich verfalle auf dem matschigen, schlammigen Stück ins Schieben. Es geht eine Ewigkeit durch den ruhigen, aber äußerst nassen Wald. Zwischendurch kommen immer wieder auch bessere Stücke, ich achte aber wirklich gut auf die Markierungen, um mich nicht zu verirren. Schließlich gelange ich am Bubenkreuz, einem ehemaligen Kreuzstein, auf 443 m Höhe an eine Landstraße. Die weißen Kreuze wiesen kurz zuvor auf weitere schlammige Pisten.

Da der Weg aber laut Routenplanung nun immer parallel zur Straße verbleibt, entschließe ich mich, dieser zu folgen. Ich rolle also zügig durch den Wald, habe mittlerweile den Landkreis Kassel und den Naturpark Habichtswald erreicht. Schließlich rolle ich an der ehemaligen Burg vorbei in Naumburg ein und halte hier an der Crescentiuskirche. Hier in Naumburg sollen viele weitere Wanderwege den Herkulesweg kreuzen, der Bonifatiuspfad, Ederseeweg, Habichtswaldsteig und Volkmarser Weg. Ich rolle auf der Straße weiter abwärts.

Langsam rolle ich durch den Ort und halte hinunter auf die Elbe zu, einen kleinen Zufluss der Eder. Ich folge dem Flüßchen südwärts. Bald finde ich auch die ersten Markierungen des Herkuleswegs wieder vor und verlasse mit dem Elbener Pfad auf einem breiten Schotterweg die Ortschaft. Ich befinde mich hier nun wieder weit unterhalb 300 m Höhe.

Bald habe ich den nächsten Ort, Elbenberg, erreicht. Ich gelange auf die Ortsdurchgangsstraße und halte mich mit dieser aufwärts. Oberhalb passiere ich das Schloss, dessen Turm ich rechterhand im dichten Grün sehen kann. Ich weiche dann gleich mit der Markierung linkerhand in ein kleines Sträßchen ab, es geht mäßig steil aufwärts und dann stehe ich wieder vor einem Wald. Die Markierung weist in einen Pfad, der dicht von Hecken umstanden ist. Auf diesem geht es auf nassem Gras schiebend steil hinauf.

Der Weg bleibt auch im Wald eher eine Art Schneise, ich schiebe mein Rad über das feuchte Laub, steige vereinzelt über Baumstämme und weiche besonders nassen Stellen aus. Langsam wird die Steigung moderater und ich erreiche endlich eine Kreuzung besserer Forstwege. Jetzt geht es etwas besser voran und dann erreiche ich eine Waldlichtung, die Kohlhagenwiese. Hier befinde ich mich gleichzeitig an der höchsten Stelle des Waldes bei etwa 400 m.

Ich folge jetzt wieder einem schmaleren Waldweg und erreiche bald den Waldrand. Auf dem äußerst nassen und steilen Abschnitt schiebe ich das Rad hinab, die nächste Ortschaft zeigt sich schon voraus, Bad Emstal Ortsteil Sand. Unterhalb quere ich die B 450 und rolle dann mit einer Nebenstraße meiner Kartenroute folgend in den Ort ein bis vor zur Kirche, die jedoch verschlossen ist. Ich ziehe gleich rechterhand der Kirche weiter, quere die Ems, einen weiteren Zufluss der Eder, und ziehe dann wieder hinauf zum Wald. Hier befindet sich ein Feriendorf, was jedoch derzeit einen trostlosen Eindruck hinterlässt.

Ich ziehe mit dem Sträßchen weiter am Waldrand entlang, linkerhand fließt die Ems. Schließlich geht es wieder in den Wald hinein, diverse Markierungen und Ziele sind angegeben, der Weg verläuft leicht steigend. Bald habe ich den anderen Waldrand erreicht. Voraus im Tal kann ich Niedenstein erkennen und dahinter einen steil ansteigenden Berg, vermutlich den 475 m hohen Niedensteiner Kopf. Dies ist aber nicht mein Weg. Für mich geht es auf nassem Laub wieder in den Wald hinein, diesmal schon kräftiger steigend. Bald folge ich der Markierung in Serpentinen hinauf zur 450 m hoch gelegenen Altenburg. Zum Schluss ist es nur noch ein schmaler Pfad durch den herrlich frischen grünen Wald. Von der keltischen Ringwallanlage hier oben kann man aber nur noch wenig erahnen.

Mit dem Weg ziehe ich großzügig um die Kuppe herum, es ergeben sich auch Ausblicke ins Tal, Niedenstein ist erneut gut zu sehen. Schließlich geht es wieder abwärts, ich quere einen besseren Weg und erreiche bald einen richtigen Forstweg. Schließlich weist die Markierung erneut ab vom guten Forstweg, mit einem steil ansteigenden Pfad soll es nun auf den 461 m hohen Falkenstein mit einer Burgruine obenauf gehen. Jedoch führt der gute Forstweg auch in meine Richtung, umgeht dabei den Falkenstein. Ich folge ihm und rolle nun ruhig dahin, bald schließt die Markierung wieder auf, ich erreiche den Waldrand und eine Straße.

Voraus kann ich schon den nächsten Ort erkennen, Elmshagen. Dahinter befinden sich wieder bewaldete Berge, durch die mein Weg führt. Laut Karte gibt es dort nichts Besonderes und ich möchte endlich einmal besser vorankommen. Daher entscheide ich mich für die Straße und rolle auf dieser nordwärts. Dann fallen mir Radwegschilder ins Auge, ich weiche mit einem Wirtschaftsweg rechterhand ab von der Straße und rolle auf Breitenbach zu. Dort quere ich die Bahnlinie von Kassel nach Naumburg und rolle in den Ort ein.

Mit der Radwegemarkierung rolle ich weiter durch den Ort und fahre bald längs der Landstraße nach Hoof, es geht aufwärts. Linkerhand liegt nun die Ruine der Schauenburg auf einem bewaldeten Gipfel. Ich kann sie jedoch nicht entdecken. Rechterhand liegen die Wälder, aus denen der Herkulesweg auch nach Hoof kommen soll. Ich weiche von der Landstraße ab und rolle zügig hinab in den Ort hinein, quere nochmals die Bahnstrecke. Hier in Hoof soll ich den Märchenlandweg und Baunapfad kreuzen, außerdem soll ich mit dem Habichtswaldsteig zusammen auf dessen höchste Höhen gelangen. Ich folge der Ortsdurchgangsstraße nur kurz und biege dann linkerhand ab durch ein Wohngebiet. Am Ende quere ich erneut die Bahnstrecke, zuvor noch die Bauna und der Wirtschaftsweg führt mich über die A 44. Ich gelange nun aufwärts zum Wald. Rechterhand habe ich einen herrlichen Blick ins tiefer liegende Becken der Fulda.

Am Waldrand des Hohen Habichtswaldes entlang führt mich nun ein halbwegs befahrbarer Weg und schließlich führt er in den Wald steil aufwärts, über 25% zeigt das Tacho an. Es geht nun hinauf auf die höchste Höhe der Region, das Hohe Gras auf 615 m Höhe. Irgendwann wird der Anstieg weniger anstrengend und ich erreiche eine größere steil ansteigende Lichtung bzw. Schonung mit noch sehr kleinen Bäumchen. Durch das dichte Gebüsch an deren Rand führt mich ein Pfad weiter empor. Weiter oben stehen schon ältere Bäume in der Schonung, es wird regelrecht dunkler ob der dicht an dicht stehenden kleinen Kiefern. Der Weg hinauf ist einfach herrlich, der Pfad schlängelt sich durch die Bäume, das Laufen auf dem weichen, federnden Waldboden entspannt.

Oberhalb, nun schon über 600 m, erreiche ich einen breiten Forstweg, der mich rechterhand zur Zufahrtsstraße zum Hohen Gras führt. Ich fahre auf den steinernen Aussichtsturm samt nebenstehendem Gasthaus zu. Der Weg wird nun wieder schmaler und führt bald etwas steiler durch den lockeren Wald und hohes Gras abwärts. Die Markierung ist hervorragend, einen Forstweg quere ich noch und dem nächsten folge ich dann.

Immer auf die Markierung achtend passiere ich dann bald ein Institutsgelände und gelange zu einer Landstraße. Diese quere ich nur und folge dann der Zufahrtsstraße zum 515 m hoch gelegenen Herkules. Der Wanderweg läuft wohl parallel. Von der Vorderseite des Denkmals eröffnet sich mir eine beeindruckende Panoramasicht auf Kassel. Vom Denkmal aus durch den unterhalb gelegenen Park und die schnurgerade verlaufende Wilhelmshöher Allee ergibt sich eine eindeutige Sichtachse in die Kasseler Innenstadt. Diese liegt nun noch gut 350 hm unterhalb. Es erwartet mich also eine hoffentlich tolle Abfahrt.

Der Herkulesweg verläuft jetzt direkt abwärts durch den Bergpark Wilhelmshöhe, auf den vielen Treppen entlang der Kasseler Wasserspiele. Erst einmal darf ich hier nicht mit dem Rad entlang und würde mir auch die Abfahrt nicht mit etlichen Treppen verderben wollen. Daher bugsiere ich das Rad zur anderen Seite des Denkmals und nehme nun die Schlangenstraße. Hier ist auch ein Radweg markiert und der Name der Straße kommt nicht von ungefähr, in etlichen Serpentinen schlängelt sich diese den Hang hinab. Nur der Zustand des Asphalts lässt stark zu wünschen übrig, auch liegt hier im Waldbereich noch viel Geäst umher, so dass ich vorsichtig agiere bei der Abfahrt. Einmal noch gelange ich wieder näher an die Wasserspiele etwas unterhalb des Denkmals.

Ich rolle also relativ zügig abwärts durch den Park, die Straße wird zunehmend besser, passiere das Schloss Wilhelmshöhe und rolle nun also auf einer schon breiten Straße weiter Richtung Kasseler Innenstadt. Ich achte genau auf meine Kartenroute und an dem größeren Parkplatz unterhalb des Schlosses verlasse ich die Wilhelmshöher Allee, die mich ansonsten schnurgerade bei vermutlich viel Verkehr nach Kassel hinein geführt hätte. An einem heckenführenden Graben verlasse ich den Weg, nun wieder mit der Markierung des Herkuleswegs. Ich gelange in ein Wohngebiet und fahre dann bald entlang von Kleingärten.

Immer genau auf die Markierung achtend, was gar nicht so einfach ist, rolle ich meist auf kleinen Rad- bzw. Fußwegen an Sportplätzen und Wohngebieten vorbei, quere auch mal Straßen und fahre unter einer Eisenbahnstrecke hindurch. Dann bin ich wohl schon näher an der Stadt, denn nun führen die Wege durch Wohngebiete mit Blockbebauung. Dann weist die Markierung eine Treppe hinab in einen kleinen Park, ich verbleibe auf der Straße und wechsle erst später auf die rechtsseitige parallel führende Straße. Dann geht es zügig zumeist geradeaus Richtung Innenstadt, die Markierungen habe ich nun verloren.

Ich folge mehr nach Gefühl den Straßen bis in die Innenstadt und suche mir hier erst einmal die Touristeninformation. Drinnen bekomme ich einen Stempel der Documenta-Stadt Kassel. Ich suche mir den Weg zum Friedrichsplatz, zum Theater und der Documenta-Halle. Denn dort in der Nähe soll es für mich über die Fulda gehen. Am Rathaus vorbei erreiche ich bald den gesuchten Platz. Über Treppen hinab gelange ich auf die Wiesen an der Fulda, die Karlsaue.

Mit einer Drahthängebrücke überquere ich den Fluss und folge dann der Radwegebeschilderung, den Markierungen des Herkuleswegs sowie meiner Kartenroute immer nahe des Wassers entlang. Kurze Zeit geht es durch einen am Wasser gelegenen Park, dann habe ich wieder verkehrsreiche Straßen erreicht. Ich quere die B 7 und bin dann in einem größeren Gewerbegebiet. Die anschließende Strecke ist nicht schön, muss aber bewältigt werden. Schließlich finde ich mich aber an einem kleinen Flüsschen wieder, der Losse, und folge den Sträßchen daran entlang. Letztlich folge ich einer Straße linkerhand zu einer Neubausiedlung und fahre an deren Rand entlang, schließlich in einem Wäldchen weiter, dem Eichwald, wie sich auch die Siedlung hier nennt.

Die Siedlung reicht bis an die A 7 heran. Vor der Autobahn verbleibe ich auf den schmalen Wegen und gelange schließlich zu einer Unterführung unter der Autobahn hindurch. Ich erreiche Heiligenrode, fahre relativ lange auf einer Straße am Rande des Ortes entlang und durchquere den Ort laut meiner Kartenroute, aber auch die Markierungen des Herkuleswegs an den Laternen sind ausreichend vorhanden. Schließlich erreiche ich am Ende des Ortes die Landstraße im Niestetal und biege gleich darauf am Schützenhaus auf einen Waldweg ein. Nun liegt mein Nachmittagsprogramm, der wenig besiedelte Kaufunger Wald, vor mir.

Ich stehe nur wenige Pedaltritte weiter an einem Abzweig, hier noch knapp unter 200 m Höhe. Steil hinauf auf einem schmalen Waldweg weist nun das weiße X, auch der Start des Premiumwegs "Niester Riesen" ist durch lokale Wegweiser gekennzeichnet. Geradeaus führt aber eher höhengleich auch der Forstweg weiter als Rundweg Niesteaue. Ich ziehe die Karte zu Rate und entscheide mich dafür, diesem Weg entlang der Niesteaue zu folgen. So kann ich dann bei nur leichter Steigung noch längere Zeit die Sichten ins Niestetal mit verstreut liegenden kleinen Ortschaften geniessen.

Später führt ein Abzweig des Forstweges in den Wald hinauf, ich treffe auf einen geradlinig die Steigung hinauf führenden Weg. Mit diesem erreiche ich nach richtiger Anstrengung den Herkulesweg einige Höhenmeter weiter oben. Nun geht erst einmal wieder höhengleich bald aus dem Wald hinaus, es ergeben sich erneut Blicke ins Niestetal linkerhand. Zum Schluss nur noch über einen Wiesenpfad gelange ich zum nächsten Wäldchen. Hier ziehe ich mit einem Pfad nahe des Waldrandes hinauf. Es gibt bald mehrere Varianten des Pfades, ich entscheide mich für die offensichtlich am besten zu bewerkstelligende.

Am oberen Waldrand entlang passiere ich bald das Gelände der ehemaligen Burg Sensenstein, einer vorzeitlichen Wallanlage. Heute wird dies offensichtlich als Jugendlager genutzt. Ich folge bald leicht abwärts dem Weg zur Königsalm, einer an einer Straßenkreuzung liegenden Ausflugsgaststätte. Hier finde ich wieder einen umfangreichen Schilderbaum, der unter anderem auf den 193 km langen Herkulesweg aufmerksam macht. In der Königsalm bekomme ich einen Stempel.

Vorerst geht es auf einem wunderbaren Forstweg am Waldrand weiter mit Blick aufs linkerhand liegende Niestetal. Bald führt mich der Weg aber hinein in den kühlen Wald immer leicht aufwärts. Rund 350 hm sollten es jetzt noch zum höchstgelegenen geplanten Punkt des Tages sein, dem 641 m hohen Bilstein. Dieser ist auch die höchste Stelle des Herkuleswegs überhaupt. Die Wegweiser weisen mir hier auch schon den Bilsteinturm aus. Ich weiche bald mit einem Linksbogen vom steiler aufwärts führenden Weg ab, das Fahren wird zügiger. Irgendwann kommt dann linkerhand etwas unterhalb liegend die Nieste hinzu.

Schließlich quere ich das Flüsschen und halte mich dahinter gleich rechts, nun bereits steiler linkerhand des Tales im Wald ansteigend. Unweit von hier nördlich des Niestetals gelegen beginnt bereits Niedersachsen. Aber dieses Bundesland werde ich laut Plan erst in ein paar Tagen erreichen. Mich zieht es heute ostwärts Richtung Thüringen. Ich quere noch einige weniger gute und einen besseren Weg, dann zeigt die Markierung unvermittelt linkerhand auf einen schmalen Pfad zwischen den dicht wachsenden Bäumen hindurch. Ich folge diesem weiter aufwärts, sollte inzwischen die 500 m Höhe überschritten haben.

Ich erreiche bald eine weitere Wegekreuzung, folge aber weiter einem schmalen Pfad durchs das Dickicht an Brombeeren, Heidelbeeren und dicht stehenden Fichten. Nun befinde ich mich schon nahe der 600 m Höhe. Wenige Minuten später habe ich den Bilstein erreicht. Ich habe von hier einen schönen Blick über die bewaldeten Höhenzüge im Norden bis hin zur Werra und Leine hinein nach Niedersachsen. Auch den Turm könnte man besteigen, wenn er geöffnet ist.

Nun geht es praktisch nur noch abwärts bis Hundelshausen. Ich folge nun ostwärts weiter einem schmalen Pfad durch den Wald, anfangs nur leicht fallend bis eben und daher gut befahrbar. An Abzweigen achte ich immer gut auf die weißen X an den Bäumen und komme so halbwegs gut zurecht. Bald erreiche ich auch einen breiteren Forstweg und rolle nahe des Roten Sees vorbei. Ich verbleibe allerdings nicht auf dem guten Forstweg. Kurz nach Passage des Sees halte ich mich in der Richtung bleibend wieder auf einen schmaleren Waldweg, achte nun umso mehr auf die Markierungen, was nicht immer einfach wird. Der Weg wird immer zugewachsener, auch matschiger. Oft gibt es viele parallel verlaufende Spuren durch den Niederwald, weithin reicht mein Blick ins Land jenseits der hessischen Berge. Allerdings verliere ich bisher kaum an Höhe, das muss noch kommen. Manch eine von mir verfolgte Spur erweist sich als Irrweg oder schwieriger als eine parallel dazu verlaufende. Immer, wenn ich keine Markierungen mehr entdecke, befürchte ich, mich verlaufen zu haben. Werde ich heute noch aus diesem Wald gelangen? Einige Forstwege führen links oder rechts von diesem Höhenzug hinab. Die eine oder andere Gefällestrecke habe ich auch zu bewältigen, aber eine rasante Abfahrt, wie erhofft, wird es nicht. Den größten Teil dieses Weges schiebe ich mein Rad hinab, übersteige Bäume und jede Menge Geäst, umgehe große Schlammlöcher und ziehe durch hohes Gras.

Schließlich gelange ich aus dem Wald und rolle auf meinem Weg im großen Bogen hinab nach Hundelshausen ins Gelstertal. Im Ort quere ich die Bundesstraße und rolle zur Kirche durch. Bis zur Werra sind es auf dem Herkulesweg noch gut 10 km. Kurz vor der Werra würde ich die Jugendburg Ludwigsstein passieren. Radwegweiser hier im Ort zeigen mir, dass ich im Gelstertal entlang viel schneller die Werra bei Witzenhausen erreichen würde. Ich nehme den Radweg im Gelstertal entlang. Es fährt sich gut und abseits der Ortschaften rolle ich zügig voran, vermutlich auf einer alten Bahnstrecke, einige Brücken auf der Strecke deuten Derartiges an. Die Bundesstraße liegt linkerhand abseits und ist von mir nicht zu vernehmen.

Bald passiere ich eine Landstraße, linkerhand ist schon das Ortseingangsschild von Witzenhausen zu sehen. Ich quere die Straße aber nur und rolle hinunter Richtung Werra östlich des Ortsrandes. Dann treffe ich auf den Werraradweg, nach Witzenhausen sollen es nun noch über 2 km sein. Ich folge dem Weg, der weiträumig durch die Wiesen führt. Bald passiere ich Sportanlagen und die ersten Häuser des Ortes, auch ein Hotel liegt hier. Dann habe ich auch schon die Werrabrücke des Ortes erreicht. Ich rolle erst einmal zum Marktplatz.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

A 49 Abfahrt Wabern, dann B 253 nach Bad Wildungen, B 485 nach Waldeck.

A 44 Abfahrt Diemelstadt, dann B 252 nach Korbach, B 251 und B 485 nach Waldeck.

A 44 Abfahrt Zierenberg, dann B 251 und B 485 nach Waldeck.

Parken

Im Ort gibt es Parkmöglichkeiten.

Koordinaten

DD
51.204715, 9.064708
GMS
51°12'17.0"N 9°03'52.9"E
UTM
32U 504520 5672592
w3w 
///drücken.benutzung.trifft
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Trekkingrad oder Mountainbike (auch mit Gepäck).

Grundausrüstung zum Mountainbiking

  • Fahrradhelm
  • Fahrradhandschuhe
  • Festes, bequemes und vorzugsweise wasserfestes Schuhwerk
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke/Regenschirm)
  • Sonnenbrille
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass

Technisches Equipment

  • Luft- oder CO2-Pumpe mit Kartuschen
  • Reifenflickset
  • Ersatzfahrradschlauch
  • Reifenheber
  • Kettennieter
  • Inbusschlüssel
  • Ggf. Lenkerhalterung für Mobiltelefon/Navi
  • Fahrradschloss
  • Wo zutreffend, verkehrstaugliches Fahrrad mit Klingel, Vorder- und Rücklicht und Speichenreflektoren
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Schwierigkeit
schwer
Strecke
91,3 km
Dauer
9:15 h
Aufstieg
1.562 hm
Abstieg
1.779 hm
aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch botanische Highlights Von A nach B Gipfel-Tour

Statistik

  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
Dauer : h
Strecke  km
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.